Eingewöhnung

Eingewöhnung

Für die Kinder und Eltern ist der Übergang von der Familie in eine kleine Gruppe mit neuen Bezugspersonen und unterschiedlichen Gruppenmitgliedern eine große Umstellung.

Vorgespräch

In einem ersten Gespräch (mit der Leitung) geben wir den Eltern Einblick in unsere Arbeit.
Sie lernen die zuständigen pädagogischen Fachkräfte kennen und erhalten einen Fragebogen, auf dem sie unter anderem die Gewohnheiten, Vorlieben, Ängste usw. ihres Kindes angeben können. Dadurch lernen auch wir das Kind schon ein bisschen kennen und starten in eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den neuen Eltern.

Elternabend für alle neuen Eltern

Für alle neuen Kinder, die im Laufe des Herbstes eingewöhnt werden sollen, veranstalten wir Ende Juli einen ersten Elternabend.
Hierbei werden alle wichtigen Punkte zum Einstieg der Kinder besprochen, alle relevanten Fragen werden beantwortet und die Eltern haben gleichzeitig die Möglichkeit, die Erzieher*innen und die anderen neuen Eltern kennenzulernen. So kann schon ein bisschen gegenseitige Vertrautheit entstehen.

Grundsätzliches zur Eingewöhnung

Wir versuchen mit unserem Eingewöhnungskonzept, dem Kind einen sanften Einstieg in die Kleinkindgruppe/Spielgruppe zu ermöglichen. Die Eingewöhnung erfolgt mit einer vertrauten familiären Person, die sich anfangs ebenfalls im Gruppenraum aufhält.
Die pädagogische Fachkraft nimmt langsam und behutsam Kontakt zum Kind auf und hat durch die Anwesenheit eines Elternteils die Möglichkeit, etwas über die Gewohnheiten und Bedürfnisse des Kindes zu erfahren.
Jedes Kind bekommt so viel Zeit wie braucht, um die Erzieherin / den Erzieher, die anderen Kinder und die Räumlichkeiten kennenzulernen.
Das Kind und die Eltern bauen Vertrauen auf. Das ist wichtig, damit sich das Kind in der Einrichtung wohl und sicher fühlen kann. Eine erfolgreiche Trennung kann nur gelingen, wenn die Eltern sich, ihrem Kind und auch den Erziehenden vertrauen. Nur dann kann sich das Kind sicher fühlen und Signale geben, dass es bereit ist für eine kurzzeitige Trennung.
Ist dies erreicht, werden behutsame Trennungsversuche unternommen. Die Eltern müssen während der ersten Trennungen erreichbar sein und die Möglichkeit haben, ihr Kind innerhalb kürzester Zeit abzuholen.
Eine schrittweise Erhöhung dieser Trennungszeit wird zwischen den Erziehenden und den Eltern abgesprochen.
Für die Eingewöhnungsphase rechnen wir mit einer Dauer von 2 bis 8 Wochen. Sie ist frühestens dann beendet, wenn das Kind eine stabile Beziehung zur Erzieherin oder zum Erzieher aufgebaut hat, d.h., wenn es sich von ihnen trösten lässt.
Das Kind bestimmt das Tempo der Eingewöhnung.

Grundphase

An den ersten 3 bis 6 Tagen begleitet ein Elternteil oder eine andere vertraute Bezugsperson das Kind in die Einrichtung und hält sich mit ihm im Gruppenraum auf.
Die Eltern halten sich im Hintergrund und beobachten die Situation, so dass das Kind sich entfernen und bei Bedarf wieder zurückkehren kann. Die Bezugsperson hat die Rolle eines sicheren Hafens.
Die Fachkraft nimmt durch Zuwendung, Interesse und Angebote oder Beteiligung am Spiel des Kindes Kontakt zu ihm auf.
Der Besuch der Gruppe umfasst in dieser Phase 1 bis 2 Stunden pro Tag.

Stabilisierungsphase

In Absprache mit dem Kind verlässt das Elternteil den Gruppenraum, bleibt aber zunächst innerhalb der Einrichtung. Die pädagogische Fachkraft ist nun für das Kind im Gruppenraum Ansprechpartner*in. Das Verhalten und die Reaktionen des Kindes werden beobachtet und mit den Eltern besprochen.

Schlussphase

Akzeptiert das Kind diese Trennung, kann die Bezugsperson die Einrichtung für einen kurzen Zeitraum verlassen, muss aber jederzeit telefonisch erreichbar sein.
Wenn das Kind nicht mehr weint oder sich nach kurzer Zeit von der Erzieherin / dem Erzieher trösten lässt, kann diese Zeit der Abwesenheit verlängert werden.
Kann das Kind sich gut vom Elternteil lösen, sollte dieser morgens nur noch kurze Zeit im Gruppenraum bleiben.
Es ist wichtig, dass die Bezugsperson zur verabredeten Zeit wieder kommt, um das Kind abzuholen. Da die Kleinkindgruppe / die Spielgruppe der Ort für die Kinder ist, ist es selbstverständlich, dass das Kind dann gleich mit den Eltern die Einrichtung verlässt. Dadurch ist der Lernprozess für das Kind eindeutig. Für einen kurzen Austausch zwischen Tür und Angel bleibt jedoch noch Zeit.
Für die Zeit ohne Eltern kann es hilfreich sein, dem Kind ein sogenanntes Übergangsobjekt (Kuscheltier, Schnuller, Tuch) mitzugeben.
Wir halten die Trennungszeiten anfangs kurz, damit das Kind mit einem gestärkten Gefühl die Einrichtung verlässt und am nächsten Tag gerne wieder kommt. 

Die Eingewöhnung ist für uns gelungen, wenn …

• das Kind beim Abschied nicht weint oder sich nach kurzer Zeit trösten lässt
• das Kind gerne in die Gruppe geht
• das Kind wenig Abseitsverhalten zeigt, sich wenig apathisch oder bedrückt verhält
• das Kind zunehmend weniger Ersatzbefriedigungen (Daumen, Schnuller, Flasche) braucht
• das Kind sich auf das Spiel konzentriert
• das Kind parallel zu anderen Kindern spielt oder mit ihnen kooperiert
• das Kind altersgemäß mit Frustrationen umgehen und gelegentlich warten kann
• das Kind wenig destruktive Aggression zeigt
• das Kind sich mit Spielangeboten oder Fragen an die Fachkraft wendet
• das Kind der Fachkraft Hilfsbedürftigkeit signalisiert und Hilfe annimmt
• das Kind sich freut und lacht und sich bei Bedarf trösten lässt
• das Kind Körperkontakt wünscht und diesen herstellt

 

 

 

 

 

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