Soziales Lernen

Entscheidend dafür, dass ein Kind sich in der Gruppe wohlfühlen kann, ist ein warmherziges, aufgeschlossenes Klima. Wenn das Kleinkind sich sicher, geschützt und wertgeschätzt fühlt, dann kann es beginnen, Kontakte zu anderen Kindern aufzunehmen. Oft sind das zunächst einmal ganz emotionale körperliche Aktionen, wie berühren, streicheln, schmusen, am Boden rollen, zusammen quietschen und toben.  

Die Kontaktmöglichkeiten erstrecken sich von tröstendem Mitleid bis zu kleinen Raufereien, wobei wir darauf achten, dass die Kinder nicht grob werden. Kinder in diesem Alter bieten sich gegenseitig Hilfe an, „plaudern“ miteinander, ahmen sich gegenseitig nach, bis sie dann auch kleine Rollenspiele miteinander machen. Wir möchten, dass die Kinder in den Spielgruppen und der Krippe die Bedeutung und den Gewinn von Gemeinschaft erfahren. Wir möchten, dass sie Fähigkeiten entwickeln, die ein Zusammenleben erfordert. Dazu gehört zum Beispiel: 

  • Einfühlsamkeit entwickeln
  • Verständnis für Andersartigkeit bekommen
  • Rücksicht nehmen
  • Sich gegenseitig helfen
  • Eigene Interessen vertreten
  • Eigene Interessen zurückstecken
  • Kleine Konflikte selbst regeln
  • Teilen lernen
  • Warten lernen, sich in Geduld üben

Da das soziale Miteinander sehr stark mit den sprachlichen Fähigkeiten der Kinder verknüpft ist, versuchen wir, die Sprachentwicklung der Kinder zu fördern, indem wir viel mit den Kindern sprechen und unser Handeln sprachlich begleiten.

Durch das Betrachten von Bilderbüchern, durch Lieder, Singspiele, Fingerspiele wird Sprache angeregt. Wir benennen die Gefühle der Kinder und auch unsere eigenen, um das gegenseitige Verständnis zu fördern. Die Anregung kleiner Rollenspiele bewirkt, dass Kinder soziales Lernen „spielend“ lernen. Einige Beispiele hierfür:

  • Wir machen eine Reise
  • Teddy hat Geburtstag
  • Die Puppe muss zum Doktor
  • Wir kochen für den Kasper, etc...

Auch das gemeinsame, spielerische Aufräumen am Ende der Spielzeit fördert die Gemeinschaft.

 

 

Bildergalerie