Strukturen, Regeln, Grenzen

Zu diesem Gefühl, sicher und geborgen zu sein, gehört auch eine geordnete, sichere Umgebung. Kinder brauchen klare Strukturen, einfache Regeln und jemanden, der Grenzen setzt. Wir versuchen, den Kindern unsere Regeln zu erklären, damit sie sie verstehen und besser einhalten können. Zu Beginn einer neuen Gruppe sind unsere Regeln und Strukturen ganz klar, deutlich und konsequent, damit die Kinder sich orientieren und zurechtfinden können und ein Gefühl von Sicherheit und Verlässlichkeit entwickeln. Diese Sicherheit stärkt ihre Persönlichkeit und ihre Widerstandskraft gegen alle Belastungen, die das Leben für sie bereit halten wird.

Später können und müssen diese Regeln dann neu überdacht und der sich permanent wandelnden jeweiligen Gruppensituation oder individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Rituale und feste Gruppenregeln bedeuten manchmal natürlich auch eine Einschränkung der Handlungsspielräume des einzelnen Kindes, aber sie erfüllen in erster Linie die positive Funktion, den Alltag für sie überschaubar zu halten. P1020251

Zu unseren Regeln gehört zum Beispiel, dass wir eine gemeinsame Frühstücks- oder Vesperpause einlegen, und dass die Kinder während des Essens am Tisch sitzen bleiben. Vor dem Essen gehen wir Hände waschen. Bevor wir nach draußen gehen, räumen wir gemeinsam auf. Bestimmte Schränke sind tabu, andere stehen den Kindern zur Verfügung. Schlagen, Kratzen, Beißen dürfen nur die wilden Tiere im Zoo und wenn man vom anderen Kind ein Spielzeug haben will, muss man fragen.

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